#11 Künstliche Intelligenz: Wie ChatGPT und andere KI-Modelle im Vergaberecht echte Hilfe leisten können

Magª. Sophie Martinetz räumt mit Vorurteilen und falschen Erwartungen an die KI auf

  • Veröffentlicht am 17.10.2024
  • 27 Min.

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Die Anwendung von Large Language Models wie ChatGPT und anderen Diensten, die auf sogenannte Künstliche Intelligenz setzen, ist einfacher als man glauben würde. Davon ist Magª Sophie Martinetz überzeugt. In dieser Episode erklärt sie, wie leicht die KI zu einer Unterstützung wird und worauf man bei der Nutzung von KI-Modellen achten muss.

Diese Episode wurde in Kooperation mit Business Circle im Rahmen des Vergabeforums 2024 aufgenommen.

Im Vergaberecht sieht die Digitalisierungsexpertin für die Legal-Branche besonders gute Anwendungsfälle für die neue Technologie. Wie diese genau aussehen, wird in dieser Folge ebenso thematisiert, wie die Fragen, wie man niederschwellig davon profitieren kann, was das für Geschäftsmodelle bedeuten kann und warum Jurist:innen trotzdem keine Angst haben müssen, ersetzt zu werden.

Sophie Martinetz berät nicht nur Anwaltskanzleien, sondern auch Rechtsabteilungen in Unternehmen. Ihrer Erfahrung nach sind nicht die Kosten, sondern Zeit und die Unternehmenskultur limitierende Faktoren bei der Implementierung von Künstlicher Intelligenz. Ihrer Einschätzung nach ist es noch nicht zu spät, die KI in die juristische Praxis aufzunehmen. Im Gespräch verrät sie, warum sich das Fenster dafür dennoch schließt.

Unser Gast: 

Magª. Sophie Martinetz ist Juristin, Gründerin von Future-Law und Direktorin des Legal Tech Centers an der WU Wien. Future-Law ist ein Dienstleistungsunternehmen, das bei der Digitalisierung von juristischen Prozessen unterstützt.

Über Vergabe Insights 

Einblicke & Erfahrungen statt Paragrafen & Theorie. Wie vielfältig und lebensnah die Vergabe von und das Bieten für öffentliche Aufträge ist, zeigt Manuel Aghamanoukjan im Gespräch mit seinen Gästen. Im Podcast Vergabe Insights Podcast von auftrag.at teilen öffentliche Auftraggeber:innen und Unternehmer:innen Ihr Wissen und Erfahrungen aus Ihrem Vergabealltag. Hören Sie rein und entdecken Sie wie spannend und chancenreich die Welt der öffentlichen Beschaffung ist. 

Welche Themen im Bereich der öffentlichen Vergabe sollen wir in unserem Podcast behandeln? Haben Sie Anregungen und Feedback für uns? Hinterlassen Sie einen Kommentar auf der Podcast-Plattform Ihrer Wahl oder schreiben Sie uns eine E-Mail an podcast@auftrag.at. 

Sie können uns aber auch gerne auf unserer Website besuchen oder unserer LinkedIn-Seite folgen.

Kapitel

  1. Teaser und Intro
  2. KI in der juristischen Praxis
  3. Warum generative KI so zugänglich ist
  4. Was Sprachmodelle können und was nicht
  5. Dokumente analysieren und Konzepte finden
  6. Spezialisierte Legal-Tech-Tools und Datenbasis
  7. Grounding und eigene Wissensbestände
  8. Digitalisierung braucht Prozesse und Zeit
  9. KI als Unterstützung bei Beschaffungsunterlagen
  10. Potenzial in der öffentlichen Beschaffung
  11. Wann Kanzleien mit KI beginnen sollten
  12. Fazit und Ausblick

Transkript

Sophie Martinetz

Wenn ich mir das so anschau, dann sollte man schon nächsten 18 Monaten sich damit beschäftigen.

Gesamtes Transkript anzeigen

Sina Löw

Vergabe Insights, der Podcast von auftrag.at. Wissen rund um Vergabeverfahren für Auftragnehmer und Auftraggeber. Wir geben Ihnen Einblicke und halten Sie über die Welt der Vergabe auf dem Laufenden.

Manuel Aghamanoukjan

Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Vergabe Insights. Mein Name ist Manuel Aghamanoukjan. Heute beschäftigen wir uns mit einer Frage, die mit der stärker werdenden Diskussion über die Verwendung von KI langsam aufkommt. Sind Vergabejuristinnen auf den Einsatz von KI in der öffentlichen Beschaffung überhaupt vorbereitet? KI bietet auch im Bereich der öffentlichen Vergabe Chancen von Automatisierung über schnellere Entscheidungsprozesse bis hin zur Datenanalyse. Diese Transformation, die schon in den Startlöchern lauert, stellt auch enorme Herausforderungen an die juristische Berufe. Welche Kompetenzen sind erforderlich und wie gut ist die Branche dafür gerüstet? Um diese neuen Fragen zu klären, freue ich mich sehr, heute Magister Sophie Martinetz bei uns im Podcast 'Vergabe Insights' als Expertin begrüßen zu dürfen. Diese Episode nehmen wir nicht in unserem Studio, sondern in der Lounge im MAK im Museum für Angewandte Kunst in Wien auf, wo gerade der zweite Tag des Vergabeforums 2024 stattfindet. Dazu ein wichtiger Hinweis: Diese Episode von Vergabe Insights entsteht in Zusammenarbeit mit dem Business Circle, dem Veranstalter des zweitägigen Vergabeforums. Dieses Forum ist seit über 20 Jahren die wichtigste Veranstaltung zum öffentlichen Auftragswesen in Österreich und findet Heuer erstmals im Museum für Angewandte Kunst statt und auftrag.at ist Kooperationspartner dieser Veranstaltung. Unser heutiger Gast hat dort am zweiten Tag knapp vor unserer Aufnahme einer spannenden Paneldiskussion zum Thema generative KI in der öffentlichen Auftragsvergabe teilgenommen. Und jetzt darf ich gleich auch unseren Gast vorstellen. Magistra Sophie Martinetz kennt die Digitalisierung und die KI in der Rechtsbranche wie kaum jemand sonst. Nach einer internationalen Karriere in Berlin und London kehrt sie nach Wien zurück und gründete 2017 Future-Law. Sie ist auch Gründerin und Direktor des Legal Tech Centers der Wirtschaftsuniversität Wien. An der WU Wien werden jährlich angehende Juristinnen im Legal Tech Certificate auf das Thema Legal Tech vorbereitet. Frau Martinetz begleitet Rechtsabteilungen und Anwaltskanzleien bei ihrer Digitalisierungs und KI Reise, von der Strategiefindung bis zur Toolauswahl und deren Umsetzung. Und besonders am Herzen liegt ihr dabei die Förderung von Frauen im Berufsleben, Unternehmertum. Und damit sage ich herzlich willkommen, Frau Magister Martinez. Und habe ich noch irgendwas vergessen? Wollen Sie noch zu Ihrer Vorstellung was hinzufügen?

Sophie Martinetz

Danke, Sie haben das sehr schön gemacht.

Manuel Aghamanoukjan

Ja, das freut mich, danke vielmals. Ja, steigen wir gleich ins Thema ein. Was war für Sie so der entscheidende Aha-Moment, in dem Sie erkannt haben, OK, KI wird die juristische Praxis insbesondere auch im Vergaberecht fundamental verändern?

Sophie Martinetz

Also, ChatGPT ist gelauncht worden im November 2021 und die Geschichte kennen wir ja jetzt eh schon alle gut genug. Ich weiß nur, bei unserem letzten Weihnachtsfest war es dann so, dass die ganze Familie sich das angeschaut hat auf irgendeinem großen Screen und Meine Kinder und meine Großeltern und alle haben mal geschaut, was das ist. Wir beschäftigen uns mit dem Thema Digitalisierung schon sehr lange, sieben, acht Jahre. Und unsere erste Veranstaltung, die wir hatten vor 8 Jahren, war damals mit IBM gemeinsam und der Generaldirektorin. Und da war das Thema: Wer hat Angst vor Artificial Intelligence? Wir hatten ungefähr 100 Juristen und Juristinnen als Gäste und das Thema ist super aufgenommen worden. Was hat sich da aber jetzt geändert? Ja, weil das ist so ein großer Kreis quasi, der sich da wieder schließt und ich lach oft einmal drüber. Was sich geändert hat, ist durch diese generative KI Diese ChatGPT ist ja da nur ein Beispiel von vielen. Es gibt ja viele Sprachmodelle. Ich nehm das nur, aber auch immer als Beispiel, weil es halt dafür steht, wie das Tixo fürs Klebeband, ne? Aber das ChatGPT ist halt wirklich sehr niederschwellig. Sie haben sehr schön in Ihrer Einleitung gesagt: 'Sind wir alle bereit? Was braucht es für Skills und so weiter?' Und ja, ich kann jetzt sagen, es ist unfassbar und wirklich kompliziert. Was eigentlich die generative KI wirklich ausmacht und warum sie so cool ist, ist, dass sie so einfach ist. Also, die Technologie per se, das ist so wie WhatsApp. Das ist eine Killer Application, wie man das auch nennt, hat innerhalb von kürzester Zeit 100 Millionen User bekommen. Es ist quasi eine Zeile für die, die es nicht wissen, für alle anderen. Entschuldige mich bitte, dass ich es noch mal erklär, aber es ist quasi eine Zeile wie bei Google. Ja, und ich gebe eine Frage hinein und in dieser Frage, das nennt man dann Prompten, da sag ich auch gern noch was dazu und. Bei dieser Frage ist es so, dass ich nicht wie bei Google eine Antwort herausbekomme, die ein Link ist. Also, ich such Paris und was kann ich Cooles in Paris machen und dann gibt mir Google 15 Webseiten. Ja, und ich kann mich dann durchklicken, sondern es fasst mir das zusammen. Also, es gibt mir eine menschlich anmutende Antwort. Es wirkt, als ob es mich versteht. Hab ich jetzt gerade unter Anführungszeichen gesetzt. Sieht man im Podcast natürlich nicht, aber das ist natürlich Humbug. Es ist alles Mathematik, das ist Statistik. Und es gibt mir eine Antwort und sagt mir, in Paris kannst du schön shoppen gehen und tolle Croissants kaufen und in die Oper oder zu den Olympischen Spielen. Und diese Applikation ist das, wenn eine Killer Application, weil es uns tief ins Herz hinein drückt, es spricht mit uns. Also, darum ist ja auch WhatsApp so erfolgreich. Es ist ein Kommunikationstool und wir haben das Gefühl, wir sprechen mit einem Menschen und das ist der große Erfolg davon, ja. Und weil Sie sagen, was brauchen wir für Skills? Ja, wir brauchen ur viel Skills und so weiter. Entschuldigung, das ist vielleicht erst die nächste Frage und sind wir dafür bereit. Aber es geht darum, dass man eigentlich keine Skills dafür bekommt. Man soll sehr wohl verstehen, was sind die Limits. Also, was sind die Grenzen der Tools? Was kann so ein Sprachtool? Was kann die KI? Was kann sie nicht? Ganz, ganz wichtig, was kann sie eben nicht? Und dann sich überlegen im beruflichen Kontext, wie kann ich es einsetzen? Und vor der Herausforderung stehen wir eigentlich gerade. Also, wir brauchen Zeit und Hirn, dass wir wissen, wie wir es einsetzen müssen. Um die KI anzuwenden, per se braucht man jetzt nicht viele Skills aus meiner Sicht.

Manuel Aghamanoukjan

Ja, das ist immer, ich find es immer recht spannend. Die juristische Praxis, aber auch Juristen, Juristen, sind ja anders. Sag ich jetzt mal, ich bin selbst.

Sophie Martinetz

So viele intelligente Menschen.

Manuel Aghamanoukjan

Ja, genau, ich bin selbst kein Jurist. Nein, also, aber ist ja doch, es ist doch auch eine eine bestimmte Art und Weise, wie Juristinnen und Juristen hier arbeiten und Gesetz auslegen. Wie ist das dann? Ist das, ich könnte ja mal sagen, ist das doch anders? Kann das dann die KI gar nicht oder besonders gut.

Sophie Martinetz

Also, ich bin ja auch Juristin, aber arbeite jetzt nicht juristisch, sondern wir beschäftigen uns eben nur mit der Digitalisierung der Juristerei. Also, ganz klar zu sagen, was können die Sprachmodelle nicht? Ein ChatGPT und die Sprachmodelle wie Mistral, Claude 3, da gibt es ganz viele unterschiedliche Sprachmodelle, sind keine Recherchetools. Es sind Sprachtools und ich weiß, das habt ihr vielleicht in anderen Podcasts eh auch schon besprochen. Es ist ein statistisches System im Hintergrund und es berechnet immer das nächste wahrscheinlichste Wort, so schön, so gut. Ja, das heißt nur, es kann nicht denken, es recherchiert auch nicht, sondern In welcher Wahrscheinlichkeit ist jetzt das nächste Wort Erbverzicht oder Beschaffung oder sonst irgendetwas? Wenn man das sich jetzt wirklich vor Augen hält, ja, dann weiß man, warum es kein Recherchetool ist. Viele Leute nutzen das aber als Recherchetool und die sagen: 'Ah, ich gebe jetzt ein Erbrechtsnachfolge in Österreich und das Ergebnis ist leider schlecht.' Und das Ergebnis ist auch schlecht. Wenn man meinen Namen eingibt oder ihren Namen eingibt, dann kommt vielleicht raus bei mir: Französische Tänzerin oder deutsche Schauspielerin. Weil anscheinend auf Sophie und Martinez irgendwie so eine Wahrscheinlichkeit, weil es aus dem weltweiten Netz berechnet ist, also aus allen Daten, die bis 2021 öffentlich zugänglich waren im Netz. Und da gibt es anscheinend viele, ich heiße zwar Martinez, ne, aber viele Martinez, vielleicht ja, die dann Schauspieler sind. Und da, deshalb krieg ich eine falsche Antwort. Es ist nämlich anders als die KI, die zum Beispiel Google einsetzt und da unterscheiden sich die KIs auch. Die Google KI, die kann gut suchen und finden und die Ich weiß zum Beispiel, wenn ich Paris verwende, das ist eines meiner häufigsten Beispiele, dann passt krieg ich ja nicht nur, wenn ich bei Google eingebe: www.paris.gv.at, die offizielle Seite, sondern ich bekomme auch andere Ergebnisse wie beste Croissants, mach eine Fahrt auf der Seine. Und das sind so neuronale Netzwerke und die helfen dann, das zu finden. Und drum ist wichtig, wie wie setze ich jetzt die generative KI ein und weil sie gesagt haben, also mit den Verträgen und so weiter. Da gibt es klare Anwendungsbereiche, wie die Juristen das machen können. Also, das Eine ist einmal prinzipiell Dokumente, die sie bekommen von Dritten, sich zusammenfassen zu lassen und zu analysieren. Das funktioniert sehr gut. Da brauche ich auch keine Pre-trained A.I., sondern das fasst mit Themen zusammen. Zweitens, suchen und finden, auch Konzepte suchen und finden. Also, die generative KI zum Beispiel versteht gut, dass, wenn ich das Wort Risiko eingebe, das Wort Risiko auch Gewährleistung sein könnte, ja. Und dann kann sie mir unterschiedliche Dinge raussuchen. Es ist so, wie wenn ich einen Junior hab, der mir zuarbeitet, einen Konzipienten oder vielleicht einen juristischen Mitarbeiter. Die kriegen viele sich Dinge richtig hin, aber in die Tiefe verstehen sie es nicht. Ja, und die KI versteht natürlich gar nichts. Aber so muss ich mit der arbeiten. Da kann ich zusammenfassen, ich kann mir Dinge verdraften lassen, aber dieser Wunsch, dass mir jetzt alle Vertragsautomatisch, also Erstellung, automatisiert gemacht wird Den sehe ich gar nicht bei den Juristen, Juristinnen, weil das machen sie eigentlich gerne. Aber was sie wirklich nicht gerne machen, ist Felder ausfüllen, von einem was in die anderen übertragen, kontrollieren, zusammenfassen, noch mal E-Mails schreiben. Also all diese Tätigkeiten, die fallen ein bisschen weg oder können unterstützen hier.

Manuel Aghamanoukjan

Das heißt, Sie haben auch vorher das Wort im Pretrained in den Mund genommen. Sehen Sie aus Ihrer Sicht das Notwendige? Sag, um sinnvollerweise jetzt einmal in einer Rechtsanwaltskanzlei, nehmen wir jetzt mal als Beispiel, einzusetzen, ist das notwendig, die zu trainieren?

Sophie Martinetz

Also, gibt es jetzt so unterschiedliche Sichtweisen. Es gibt in den Rechtsanwaltskanzleien große Tools, die sind am Markt. Das sind Harvey, Henchman, das sind große Tools. Das ist kein Geheimnis. Harvey, muss man auch sagen, ist das erste Unicorn innerhalb der Branche, was cool ist. Also, dass wir in Legal ein sogenanntes Startup Unicorn haben, das mit über einer Milliarde bewertet ist, zeigt schon, was das für ein Potenzial hat. Die müssen das allerdings auch einmal reinverdienen und das sind schon große Herausforderungen. Die sind pre-trained und können auch gewisse Dinge Besser als zum Beispiel einfach ein 08/15-ChatGPT-Enterprise-Lösung oder Microsoft. Was machen die? Also, das heißt, die können zum Beispiel besser mit 50 Dokumenten auf einmal umgehen, können Chronologien besser machen, weil das das System schon öfter gemacht hat. So wie ein Junior, der was öfters gemacht hat. Prinzipiell muss man 1 sagen, das ist nicht immer notwendig. Ja, es ist nicht notwendig, diese Dinge zu machen. Was wir aber schon sehen in den Anwaltskanzleien und auch in den Rechtsabteilungen ist, dass die halt keine strukturierte Datenbankbasis haben. Und das ist dann eigentlich das Problem. Also, das heißt, so Pretrained Data haben den Vorteil, dass sie die Daten ein bisschen besser vorstrukturieren können. Und wir wissen, dass die Rechtsabteilungen alles in E-Mails haben, vielleicht in einem System irgendwo 50 Variationen. Und da muss man jetzt dann überlegen, wo ist mein Use Case auch dabei und brauche jetzt eine Pretrained KI Eine Pretrained KI macht natürlich Sinn, wenn ich zum Beispiel dem Sales NDAs direkt erledigen lasse und nicht ich als Fachabteilung das mache. Oder wenn ich eben sage, ich möchte Klauseln finden in meinem Wissensdatenschatz, weil da muss man 1 sagen, da gibt es ja dann auch ganz viele Versionierungen. Ich hab 15 Versionen von etwas. Die Klausel war irgendwie überall drinnen, zeigt er mir jetzt dann 15 Mal dieselbe Klausel an. Und diese Workflow-Themen und Prozessthemen können pre-trained A.I.s besser als die reine generische, vielleicht aber nicht inhaltlich, sondern weil sie den Prozess besser kennt. Aber oder und was der zweite Teil noch dazu ist. Das sogenannte Grounding, wie man das nennt, im Fachbegriff. Sie nicken, das ist gut. Kenn ich, bin ich mit jemanden an einem Tisch, der sich da gut auskennt. Hat natürlich extreme Vorteile und das kann ich entweder mit Tools wie ChatGPT machen. Allerdings, Achtung, Achtung, keine Gratisversionen. Bitte, ich möchte es nur, werde ich schon, bin schon ein bisschen müde, das zu betonen. Aber wenn wir was gratis kriegen, there is no such thing as a free lunch. Also, das heißt, ich zahl mit meinen Daten, also eine bezahlte Version. Das Geld sollte man auch ausgeben. Es ist auch wert, vor allem im Vergleich, was eine Billable Hour bringt. Ja, also das bringt auf jeden Fall ein Geld. Wenn ich da die Daten reingebe, kann ich mir Wissensbereiche aufbauen, relativ niederschwellig, einfach indem ich sag, hier hau ich 500 Bescheide rein. Ich weiß, da kann man sagen, hab ich das Urheberrecht dazu, hab ich das und dies und jenes. Man findet 1000 Möglichkeiten, warum man das nicht machen darf. Aber realistisch werten wir jetzt unser Wissen auch aus und da stellt sich niemand die Frage, ist es urheberrechtlich? Geschützt oder nicht, oder dürfen wir diese Klausel verwenden, die ich von der anderen Kanzlei bekommen hab, die echt cool ist und da passen würde? Und ich schreib sie halt ein bisschen um. Also, ich will jetzt gar nicht sagen, aber ich glaub, da muss man auch sehr aufpassen, dass man sich nicht wieder zu Tode reguliert, ohne Mehrwert zu haben. Aber prinzipiell kann ich da sehr gut meine eigenen Daten nutzen, die quasi zusammentragen. Das nennt man dann Vektordatenbank, wobei da gibt es auch jetzt schon neuere Konzepte und sag einfach: 'So, diese Fragen nehm ich. Es ist wie ein Korb, da geb ich die Sache rein und sag. Mit dem möchte ich jetzt gewisse Fragestellungen mir erarbeiten, zum Beispiel meine Beschaffungsunterlagen auswerten. Ja, ist bis heute. heute nicht gut gegangen, weil mit Control-F find ich nur Wörter und hier find ich Konzepte und das Tool interagiert mit mir.

Manuel Aghamanoukjan

Wir haben jetzt Begriff Grounding und Ähnliches und Sie haben es ja, glaub ich, schon erwähnt. Man kann es, glaub ich, aus Ihrer Antwort recht gut raushören. Das heißt, dass auch dann Rechtsanwaltskanzleien Juristen, wenn das anwählen wollen, natürlich jetzt dann auch sie haben gesagt, Daten sammeln müssen sie selbst haben und ähnliche Dinge. Heißt es dann auch, dass dann Rechtsanwaltskanzleien, aber auch Juristen, Juristen selber neue Skills brauchen oder vielleicht auch auch Neue Prozesse, neue Strukturen aufbauen müssen, um das gut einsetzen zu können. Wie schaut es da aus?

Sophie Martinetz

Also insgesamt ist ja, ich möchte mal kurz zur KI noch was sagen. Die KI ist ja Teilaspekt der Digitalisierung. Wir leben im Zeitalter der Digitalisierung. Was sehen wir? Was machen wir zum Beispiel die ganze Zeit? Wir helfen vor allem Rechtsabteilungen, aber auch Anwaltskanzleien, sich selber zu digitalisieren. Das heißt, das ist harte Arbeit und das ist Organisationsentwicklung. Also, Digitalisierung bedeutet, seine Prozesse anzuschauen. Die besser zu machen und bestmöglich mit den Tools, die heutzutage am Markt sind, sie zu verbessern und zu schauen, wo haben wir an Hebel und können unsere Aufwände reduzieren. Und im Idealfall vielleicht auch etwas dann zu unseren Mandanten, Mandantinnen hinmachen oder bei den Rechtsabteilungen hin zu internen Fachabteilungen. Ja, so was müssen jetzt Juristen und Juristinnen machen? Sie brauchen erstmal Zeit dafür, um zu sagen, ich möchte Organisationsentwicklung überhaupt machen. Und wir wissen, dass das die meisten Juristen und Juristinnen nicht haben und die meisten Juristen und Juristinnen. Sind auch keine, also keine Führungskräfte und sowas. Sie sind einfach tolle Experten und Expertinnen und das ist immer die größte Herausforderung und das finde ich gar nicht negativ. Nur wenn es mal wo besonders weh tut, ist die Frage: Bin ich bereit, auch was zu ändern? Und da wissen wir, dass Juristen und Juristinnen wahnsinnig intelligente Leute sind, die eigentlich nicht so viel mehr veränderungsresistent sind als alle anderen Menschen. Aber auch alle anderen Menschen sagen, 66 Prozent sagen, wir wollen keine Veränderung. So, und damit sind wir wieder bei dem Thema. Wenn es mir nicht besonders weh tut, warum soll ich es machen? Wir sehen, dass es die Rechtsabteilungen sehr, sehr stark machen und die Rechtsabteilungen werden viele Services, die jetzt vor allem in diesem Midmarket der Juristen, Juristinnen abgegeben werden, selber machen. Also, großer Retailkunde sagt: 'Super, boah, ChatGPT in einer Trainingssession, das ist cool. Welche Anwendungsfälle hätten wir?' Sagt die eine: 'Na ja, ich cover Ungarn besonders stark und da wissen wir, da gibt es ja immer.' Themen, gerade im Retailbereich, da kriegen wir jeden zweiten Tag irgendeinen Brief vom Herrn Orban wieder. Früher hab ich das dem Anwalt geschickt, der hat mir das übersetzt, zusammengefasst, herausgearbeitet. Ehrlich gesagt, das brauch ich nicht mehr. Ich hau es ins ChatGPT rein, brauch ich nur abfotografieren. Der liest mir das sogar auf, macht mir strukturierte Daten draus, übersetzt es mir sofort, ja, und fasst es mir auch zusammen. Und wenn ich dann sag, das ist jetzt relevant für uns gewiss im Anwalt und diese Themen, also dieser Mid Market, ja. Ja, glaub ich, muss man sich wirklich als Anwalt auf Dauer überlegen, was man tut und wie kann man selber solche Tools auch einsetzen? Die Top-Top-Endsachen und wo man persönliche Beratung macht, das ändert sich nicht. Ja, aber ich glaub, der Bereich ist ja und drum ist die Frage, ich als Jurist und Juristin, möchte ich das überhaupt machen? Ja, lass ich mich drauf ein und was ist meine Vision dazu? Aber das braucht wieder Zeit und wenn ich so viel zu tun hab, dass eh so viel Geld verdiene und nicht weiß, wie es ist, kann ich auch noch 10 Jahre warten, bis es halt schlecht geht. Ja.

Manuel Aghamanoukjan

Das heißt, da wäre Ihr Appell, weil ich es richtig raushör, sich dann zum Beispiel Unterstützung zu holen, also offen zu sein, sagen, ich hol mir jemanden her, der mir hilft, die Digitalisierung in meiner Kanzlei, in meiner Rechtsabteilung, wie man es immanent, anzustoßen, wo, wie gesagt, KI ein Stück davon ist, verstehen Sie das richtig?

Sophie Martinetz

Sie verstehen das richtig.

Manuel Aghamanoukjan

Wie ist das dann, um wieder dann so ganz kurz den den Bogen zur Beschaffung wieder zu machen, das heißt dann auch zum Beispiel auch für Unternehmen, weil ich Unternehmen jetzt sag, ich möchte bei einer großen Vergabeverfahren teilnehmen. Ist das ja, das klingt aus meiner Sicht. Auf jeden Fall ist es also eine doch interessante Möglichkeit, hier jetzt auch solche Texte zu verarbeiten und hier mir mich unterstützen zu lassen bei den Angeboten.

Sophie Martinetz

Also, wir haben da zum Beispiel so etwas, kennen wir das Projekt zum Beispiel, da ist so, da gibt es ja Rechtsabteilung. Die hatten einen Mitarbeiter, der hat nur Beschaffungsunterlagen den ganzen Tag angeschaut und hat dann im Business quasi mit rosa Leuchtstift rausgeschrieben oder grünen. Das müsst ihr beachten, das müsst ihr beachten. Da ist wahnsinnig viel Wissen bei dem reingeflossen und die haben natürlich keinen neuen Headcount bekommen, sondern wir. Wir sparen Geld mit natürlicher Fluktuation, wie das heißt. Ja, der ist dann in Altersteilzeit gegangen. Das ist ja auch noch gut ausgegangen, aber die Rechtsabteilungsleitung hat dann gesagt: 'Was machen wir denn jetzt? Wir kriegen niemand Neuen rein. Soll ich das jetzt auch noch on top machen?' Und hat dann gesagt: 'Ah, yes, aber die sind auch sehr technisch affin und haben auch da wenig Angst. Bevor ich niemanden hab fürs Business, schau ich doch, ob ich die KI mit dem Wissen dieses Kollegens strukturiert nach den ordentlichen Parametern aufbereitet nutzen kann.' Und die haben dann das Projekt gemacht. Der war in Altersteilzeit. Ob es ihm Spaß gemacht hat, weiß ich nicht genau. Das war für ihn eine Herausforderung und die haben das jetzt in die KI abgebildet. Und was macht die KI? Man muss schon 1 sagen, die KI ist nicht 100 % richtig. ChatGPT und alle anderen Systeme können Fehler machen. Machen wir Menschen auch und beim Sinnerfassend Lesen hat uns die KI leider statistisch schon überholt. Ja, sagen wir mal, selbst wenn die Juristen 3 mehr Prozentpunkte haben, ist die KI schon ein bisschen besser. Für manche Themen natürlich auch, aber die liest das jetzt aus, die KI und macht dann den dem dem Sales oder dem Vertrieb oder einem Vorschlag und sagt, schaut diese Dinge aus der rechtlichen Seite, die müsst ihr auf jeden Fall beachten, wenn ihr da jetzt euer Dokument dazu macht. Die sind sehr zufrieden, auch wenn es jetzt nicht 100 % ist, aber sonst hätt sie gar niemanden, der es macht und irgendwer würd es herunternudeln oder der Vertrieb würd es allein machen, sich aufhängen quasi. Ja, und so hat man ordentlich gute Unterstützung, besser als nix, würd ich mal sagen, oder? Und in diese Richtung bewegen sich die Themen, aber manche sagen halt, OK, haben halt nix. man muss auch sagen, kostenmäßig ist das nicht teuer. Also wissen Sie, was ich mein, das ist kostenmäßig bewegt sich in einem unteren fünfstelligen Bereich. Also wir reden oder vierstelligen Bereich, teilweise vielleicht fünfstellig.

Manuel Aghamanoukjan

Ja, Sie warten ja, wir nehmen das heute im im im im quasi im Rahmen des Vergabeforums auf und Sie hatten auch vor, die Paneldiskussion. Wenn ich jetzt dann, wie Sie sich anschauen, jetzt mein Legal Tech ist ja, wie der Name es so sagt, ja, auf den gesamten Rechtsbereich, dass sich ja sozusagen ja ausbreitet und auch umfasst. Und wenn Sie jetzt den Vergabebereich sich ansehen, haben Sie da eine Erfahrung? Ist das jetzt, sind Sie da weiter als in sonstigen Rechtsbereichen, was das betrifft? Man kann ruhig ehrlich sein. Ja, wir sind ja ein offener Podcast zusammen.

Sophie Martinetz

Ja, es das hängt wirklich wieder von Einzelpersonen und von Unternehmen ab. Es gibt Unternehmen, die sind datengetrieben, ja, und haben da ein anderes Verständnis. Am Ende geht es darum, habe ich Zugang zu einer Technologie? Also, man muss verstehen, eben was ihre Limits sind, was geht nicht und was geht schon. Trotzdem muss ich sie nicht verstehen. in jedem Detail und oft haben die Juristen und Juristinnen eigentlich eine Ausrede, die sagen: 'Ich muss das zuerst verstehen, bevor ich es einsetzen kann.' Diese Tools sind so niederschwellig. Es geht eher darum zu sagen: 'Probier ich es einmal aus.' Ist für Juristen und Juristinnen immer schwer. Wir wissen das eh, weil immer muss alles perfekt sein und gschisti gschasti. Aber die Beschaffung ist sicher nicht hinten nach. Die Beschaffung hat nur viele Vorteile, wo die Digitalisierung und auch die KI potenziell einen großen Hebel haben könnte. Ich bin selber keine Beschaffungsexpertin, aber. Wie auch die Kanzleien oft sagen, die Innovationskraft kommt aus den Fachabteilungen. Das heißt, wenn die Zugang zur Technologie haben und die Zeit ein bisschen auch es zu machen. Ja, und da muss man schon wieder sagen, der Faktor Zeit ist eigentlich der limitierende. Ja, wenn ich mir die Zeit nicht nehme, nutzt mir die tollsten Sachen nichts. Dann kommen ganz viele Ideen. Also bei dem Beschaffungsthema, wir sagen auch zum Digitalisierungsthema, wenn ich, ich weiß nur, wir haben, wir haben Kunden, die schauen halt, die beschaffen die, die kleinen Beschaffungen, also unter 100.000. Da gibt es ein Formular und dieses Formular wird jetzt ganz banal einfach digitalisiert. Ja, jetzt könnte ich sagen, kann ich Google Forms auch nehmen? Wissen Sie, was ich meine? Das ist, der war jetzt kein Rocket Science, aber das muss ja ein sicheres System sein und so weiter. Ja, nur das ist unfassbar, wie das das leicht macht für die Leute vor Ort. Ja, oder in Beschaffung, wenn die Leute Beschaffung 15 Dokumente erstellen müssen, indem ich Dokumentenautomatisierung verwende und die müssen alle Daten nur einmal eingeben. Ja, und die Fehleranfälligkeit wird kleiner und die Rechtsabteilung könnte im Notfall schnell auf die Daten auch wieder zugreifen, weil sie tut. Wissen Sie, was also was ich noch sagen will, es gibt in der Beschaffung viel Potenzial. Aber dass die Leute ersetzt werden, sehe ich überhaupt nicht. Es wird als ein unterstützendes System. Niemand redet von automatisierter Entscheidungsfindung. Das muss man auch sagen, datenschutzrechtlich und diese und jene Themen ist das vielleicht gar nicht erlaubt. Aber kennen Sie jemanden, der unterarbeitet ist? Ich nicht und vor allem im juristischen Bereich. Niemand hat mehr Assistenz. Früher war ein Partner und Partnerin und hatte 4 Assistenzen. Heute haben wir 4 Partner und Partnerinnen und eine Assistenz und sind in den Rechtsabteilungen genauso. Die Leute wollen ja Hilfe haben und die kann man sich jetzt mit dem KI Thema und schon auch einfach reinholen.

Manuel Aghamanoukjan

Ja, danke schön. Das ist mal schon gleich ein guter Einstieg zum Ausstieg. Also, letzte Frage, ich hab wie viel Zeit hab ich jetzt noch als Vergaberechtskanzlei, um mich KI fit zu machen? Das ist erste Frage und die zweite Frage, wenn ich das nicht mach. In wie viel Jahren bin ich weg vom Fenster?

Sophie Martinetz

Also, ich könnte jetzt sagen, alles sofort. Die Realität ist, der Schnellzug kommt auf uns zu. Ja, in der Schnellzug schnell aufzuspringen ist schwierig. Also, man muss ja, und dann gibt es auch die regionalen Züge. Also, man muss ja nicht immer mit dem allerschnellsten TGV fahren, ja, zwischen den Stationen, sondern Österreich ist Österreich. Jetzt ist die Realität, ChatGPT ist 2021 im November gelauncht worden. KI gibt es jetzt. 100 Jahren, nein, nicht ganz 100 Jahren, seit 80 Jahren. Ja, es ist vielleicht Zeit, irgendwo in so einer Station mal einzusteigen. Ja, also ich kann nur jedem raten, sich ein internes Training zu holen und einfach den Kopf aufzumachen und Zeit zu investieren. Und das weiß ich, ist das Schwierigste für die Juristen und Juristinnen, weil Geld haben sie meistens gut, weil wenn sie so viel zu tun haben und keine Zeit, also keine Zeit haben, sollten sie wenigstens Geld haben. Ja, also es ist sinnvoll, sich damit auseinanderzusetzen, auch mit dem ganzen Team, ja. Man kann sich auch einfach YouTube-Channels anschauen. Es gibt unfassbar viel dazu, sonst holt man sich ein Training, wie wir es halt machen, rein und probiert es mal aus. Und dann ist die nächste Frage, wie ernst meint man es? Und das ist halt schwierig, bei der Stange zu bleiben. Also, man sollte im Zug schon drinnen bleiben. Es ist sinnvoll, auch mit Klienten und Klientinnen zu sprechen, die auch auf der Reise sind. Aber da muss man sich natürlich trauen, weil huh, da gibt man zu, man kennt sich auch nicht ganz aus und so. Also insofern, ich glaube, dass es zwar jetzt der richtige Zeitpunkt ist. Die Realität ist aber, wenn man in 5 Jahren einsteigt, ist es, ich weiß nicht, was in 5 Jahren ist. Ja, also bei mir ist gestern schon exponentiell wieder, was heute da ist. Aber die Realität ist, wenn ich mir das so anschau, dann sollte man schon nächsten 18 Monaten sich damit beschäftigen und vielleicht eigentlich besser jetzt und dann sagt man vielleicht, OK, in 18 Monaten sind wir zu weit. Aber es ist keine schwierige Technologie, es ist eher ein strategisches Thema. Wissen Sie, was ich meine? Es ist so und. Innovation und sich die Nase blutig schlagen zahlt sich nicht immer aus. Also muss nicht immer Early Adapter sein. Das Problem ist nur, wenn ich gar nicht mehr mitkomm und auch das immer verteufel und das wissen wir, dass alle Technologie, die wir bis 25 selber nicht erlebt haben, da gibt es Studien zu, finden wir tendenziell strange und ein bisschen unheimlich. Ja, dann ist es nicht so, aber Netflix können wir ja auch alle bedienen und da ist auch KI drinnen. Ja, die Tools werden immer besser und wenn man nicht drauf aussteigt, ich denk. denke, das große Thema ist Fachkräftemangel, vielleicht nicht in der ganzen Welt, aber in Österreich, Deutschland, also in der europäischen Welt, haben wir immer weniger junge Menschen, die einfach nachkommen. Viele Frauen gehen auch aus dem Beruf raus, das muss man realistisch sagen, die kann man auch vielleicht wieder zurückholen. Aber irgendwer muss ja die Arbeit machen und wenn die Arbeit nicht ordentlich im Prozess eingebettet ist, dann muss ich mir überlegen, hab ich noch die Leute, die es halt irgendwie so Wuschelwuschel machen. Oder streamline ich das, nutze ich die KI? Wer macht die Arbeit am Ende, von der ich ja so viel hab und deshalb keine Zeit hab, um über Neuigkeiten nachzudenken?

Manuel Aghamanoukjan

Ja, dankeschön. Also, ich glaube, mit ganz einem konkreten, eigentlich schon Arbeitsauftrag, beschließen wir unsere Episode. Vielen Dank. Es war, glaub ich, jetzt sehr spannende Einblicke von den Grundlagen, aber auch zu den juristischen oder speziellen Herausforderungen, die auch die juristische Praxis mit sich bringt. Ich hoffe auch, dass unsere Zuhörer und Zuhörerinnen wertvolle Anregungen mitnehmen können. Wenn Sie mehr über das Thema erfahren möchten oder sich über Entwicklungen in der öffentlichen Vergabe interessiert, bleiben Sie dran. Auch in der nächsten Episode haben wir das Thema KI und ansonsten sage ich vielen Dank, Frau Magister Martinez, für die wirklich super spannende und super interessante Podcast-Episode. Danke vielmals.

Sophie Martinetz

Gerne, danke für den netten Podcast.

Manuel Aghamanoukjan

Das war es für dieses Mal von Vergabe Insights. Allen Zuhörerinnen und Zuhörern sage ich danke fürs Einschalten und freue mich, wenn Sie das nächste Mal wieder mit dabei sind. Wenn Ihnen die Folge gefallen hat, lassen Sie uns gerne eine Bewertung da und teilen Sie unseren Podcast mit Kolleginnen und Kollegen. Sollten Sie Fragen oder Feedback haben, schreiben Sie uns eine Nachricht an podcast@auftrag.at.

Sina Löw

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